Am Montag, 18.05.2026, stand nach mehreren Übungsabenden zum Thema Technische Hilfeleistung die praktische Anwendung des Gelernten im Mittelpunkt. Hierzu wurde im Ortsgebiet eine realitätsnahe Einsatzübung durchgeführt. Die Ausgangslage: Ein Verkehrsunfall mit einem auf der Seite liegenden PKW und einer eingeklemmten Person.

Nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle wurden durch die Jugendlichen sofort die ersten Maßnahmen eingeleitet. Der Angriffstrupp übernahm zunächst die Patientenbetreuung, während das Fahrzeug mit dem Stab-Fast-System gegen Wegrollen und Umkippen gesichert wurde. Parallel dazu wurde ein Ablageplatz für die notwendigen Geräte aufgebaut. Hierzu gehörten unter anderem die hydraulische Rettungsschere, der Spreizer, der Pedalschneider, Material für das Glasmanagement, Sanitätsmaterial sowie Unterbaumaterial und weitere Rettungsgeräte. Unter Anleitung des Gruppenführers arbeiteten die Jugendlichen die Einsatzlage Schritt für Schritt ab und setzten das Gelernte aus den vergangenen Ausbildungsdiensten praktisch um.

Zunächst wurde eine erste Öffnung geschaffen, damit der sogenannte „innere Retter“ zur eingeklemmten Person gelangen und diese während der gesamten Rettung betreuen konnte. Im weiteren Verlauf wurde die Dachabnahme vorbereitet. Dafür wurden zunächst die Scheiben entfernt, ein Entlastungsschnitt an der Frontscheibe durchgeführt und anschließend die Fahrzeugsäulen mit der hydraulischen Schere durchtrennt. Während der gesamten Rettungsmaßnahme stand die Versorgung und Betreuung der verletzten Person im Vordergrund. Nach erfolgreicher Öffnung des Fahrzeugs konnte die Person schließlich sicher und patientenschonend aus dem Fahrzeug gerettet werden.

In Deutschland ereignen sich jährlich rund 290.000 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Gerade bei schweren Unfällen zählt oft jede Minute – deshalb sind Ausbildung und regelmäßige Übungen besonders wichtig. [Quelle: Statistisches Bundesamt]

Ein großes Dankeschön an unsere Jugendlichen – die Übung hat gezeigt, wie wichtig Teamarbeit, Konzentration und eine gute Ausbildung im Einsatzfall sind.

 

 

 

 

 

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