Am Donnerstag (20.03.2025) und am Freitag (21.03.2025) veranstaltete die Kreisbrandinspektion des Landkreises Aschaffenburg zwei große Übungen für die Feuerwehren und die Rettungsdienste. Dabei wurde dank etwa 30 Darstellerinnen und Darsteller sehr authentisch ein Busunfall mit mehreren involvierten PKWs simuliert. Zweck der Übung war weniger die Herangehensweise bei der technischen Hilfeleistung (beispielsweise die Befreiung eingeklemmter Personen), als viel eher die Beübung des sog. MANV-Konzeptes. MANV bedeutet „Massenanfall von Verletzten“. Der Zugang zu den Verletzten gestaltete sich zwar schwierig, jedoch mussten sie nicht mit schwerem Gerät befreit werden. Der Fokus lag auf der schnellen und professionellen Versorgung der gut zwei Dutzend Verwundeten.
Tritt im Landkreis Aschaffenburg ein Ereignis ein, das viele Verletzte zu beklagen hat, so stehen vier „First-Responder-Züge“ mit Feuerwehrsanitätern bereit, um dem Rettungsdienst personell entlastend Abhilfe leisten zu können. Großostheim ist in einem dieser Züge mit einer Personalstärke von vier Einsatzkräften vorgesehen. Zusätzlich zum Personal steht für solche Ausnahmesituationen auch Material zur Verfügung. Einen wesentlichen Beitrag leistet dabei der in Großostheim stationierte Abrollbehälter RETTUNG, der Material zur Versorgung von bis zu 50 Verletzten umfasst. Dieser wird bereits ab einem MANV 26 (Massenanfall von mindestens 26 Verletzten) automatisch hinzualarmiert.
Die Feuerwehr Großostheim war am Donnerstag mit sieben Einsatzkräften und am Freitag mit der Materialkomponente und drei Feuerwehrfrauen beteiligt.